Elisabet Bourquin (1930–1995): Gestaltete Schicksale
Ort: Museum im Lagerhaus (bis 1994 Vadianstrasse 57), St.Gallen
Das Museum im Lagerhause St. Gallen der Stiftung für schweizerische naive Kunst und art brut eröffnet sein drittes Ausstellungsjahr mit der Vorstellung einer unbekannten Aussenseiter-Malerin.
Die heutige 59-jährige Elisabeth Bourquin, die in einem Altersheim in St. Gallen lebt, hat von 1947 bis 1980 ohne Ausbildung ein geschlossenes Werk religiösen und philosophischen Inhalts geschaffen, dessen Stil und Ausdruck von Früh- bis zum Spätwerk unverändert bleiben. Die auf den ersten Blick klassizistisch-akademisch anmutenden Bleistiftzeichnungen (neben einigen Ölbildern) verstehen sich aus der ethischen Lebenshaltung der Malerin als Visionen im Kampf um das Wahre, Gute und Schöne. Elisabeth Bourquin nennt ihre Bilder "Gestaltete Schicksale". Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit schwarz-weiss Abbildungen. Ausserdem werden wieder ausgewählte sammlungseigene Werkgruppen der Stiftung gezeigt, die während der vorangehenden Ausstellung des Zyklus "Der Zweite Weltkrieg" von Jakob Greuter magaziniert werden mussten.
Details
Kurator*in: Peter E. Schaufelberger-Breguet, St. Gallen


