Leichte Sprache

Nach dem klassischen naiven Maler Emil Graf stellt die Stiftung für schweizerische naive Kunst und art brut in ihrem Museum im Lagerhaus in St. Gallen rund 50 Werke von Bertram aus.

Betram Schoch (1906-1987) war Aussenseiter in seinem Leben wie in seinem bildnerischen und philosophischen Schaffen. Bürger von Herisau im Appenzellerland, geboren in Lausanne von begüterten Eltern, die später alles verloren haben, war Bertram Abenteurer, Cowboy und Goldsucher in Kanada, Knecht und Maurer in Herisau, ab 1956 Emailleur in Monthey im Wallis. Er entwickelte eigenwillige Email-Bild-Assemblagen, er spielte autodidaktisch Cello, aber so leidenschaftlich wie alles, was er tat. Philosoph war er und unbequemer Mitbürger. Mit Feuer und Flamme hat er alles angepackt, nicht in bloss übertragenem Sinne. Auf offener Flamme schmiedeteer in seiner kleinen Bude das Kupfer seiner symbolträchtigen Reliefbilder, die Emailfarben darauf direkt in der Glühhitze zerschmelzen lassend. Er wollte die Elemente mit ihrer ganzen Kraft in sein Werk einbringen.

Bilder zur Ausstellung

Details

Typ
Einzelausstellung
Beteiligte
Kurator*in: Simone Schaufelberger-Breguet, St. Gallen
Kurator*in: Peter E. Schaufelberger-Breguet, St. Gallen