Adolf Dietrich
1877 – 1957
Vom Tagelöhner und Landschaftsmaler
Adolf Dietrich wächst als jüngstes von sieben Kindern in ärmlichen Verhältnissen auf einem Bauerngut in Berlingen auf. Die Natur und die Landschaft seiner Heimat am Untersee prägen ihn zeitlebens. Obwohl seine zeichnerische Begabung schon früh erkannt wird, wird ihm eine künstlerische Ausbildung verwehrt. Er muss sich vorerst als Tagelöhner durchschlagen und kommt nur sonntags zum Zeichnen. Ohne künstlerisches Vorbild entstehen innerhalb des bäuerlichen Alltags seine ersten Skizzenbüchlein. Präzise erfasst der «Malermeister von Berlingen», der sich selber als Landschaftsmaler versteht, die Dinge der ihn umgebenden Natur. Anhand seiner eigenen Skizzen und Fotografien malt er die Bilder zu Hause an seinem Stubentisch.
Zum «Schweizer Rousseau»
Seine künstlerische Karriere beginnt in den 1920er-Jahre in Deutschland, wo er mit der Kunst der Moderne in der Nazi-Zeit als «entartet» erklärt wird. Aufgrund seiner detailliert gemalten Naturbeobachtung wird er der Neuen Sachlichkeit zugeordnet. Zugleich wird er aber auch als Hauptvertreter der Naiven Malerei in der Schweiz gehandelt – er gilt als der «Schweizer Rousseau». Nach internationalen Erfolgen kommt er bald der Nachfrage für Auftragsarbeiten kaum mehr nach. Ab dieser Zeit verändern sich auch die Motive von Adolf Dietrich wenig, oft malt er ein und dasselbe Motiv in fast identischer Art und Weise. Adolf Dietrich gehört international zu den Hauptvertretern der Naiven Malerei und zählt zu den bedeutendsten Schweizer Malern des 20. Jahrhunderts.
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Laufzeit: 3. Mai 2016 – 1. April 2017
Laufzeit: 7. März 2013 – 2. März 2014
Laufzeit: 30. August 2011 – 13. November 2011
Laufzeit: 18. Februar 2008 – 13. April 2008
Laufzeit: 18. November 1988 – 28. Januar 1989

