Leichte Sprache

Bobby Moor spricht ganz offen über sein Leben. Anlässlich seiner ersten grossen Ausstellung in St. Gallen erscheint von der Journalistin Brigitte Schmid-Gugler am 20. Januar 2010 ein Bericht über ihn im St. Galler Tagblatt. Von über vierzig Lebensjahren ist er über zwanzig Jahre lang schwer drogenabhängig und hat das ganze Programm einer Drogenkarriere durchlaufen: Punkszene, Hausbesetzung und Notunterkünfte, Entzüge, kontrollierte Heroinabgabe, Exzesse und Abstürze, Gefängnis, HIV-Infektion, Spital. Bei seinem letzten Entzug Sommer 2007 in der Psychiatrischen Klinik Wil SG beginnt Bobby Moor zu malen – und findet eine neue Lebensperspektive. Er arbeitet obsessiv, schon füllen die Bilder seine Wohnung; Struktur bietet das Atelier des Tageszentrums Toggenburg.

„Xaox Art“ ist sein Kunstname: Chaos-Kunst. Dabei ist die Kunst von Bobby Moor alles andere als chaotisch. Meist malt er mit einer zurechtgeschnittenen Rolle: Farbzüge kreuzen und überlagern sich, formen einen abstrakt geschichteten Bildraum. Bei all ihrer Undurchdringlichkeit besitzen die Bilder ein strukturelles Gefüge und zeigen Bobby Moors konzentriertes künstlerisches Vorgehen.

Seine Gemälde entstehen im Toggenburger Atelier oder in der Wohnung. Doch sein halbes Leben war die Szene, die Strasse sein Zuhause, er kennt die Plätze und Leute.

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Literatur

Katalog:
Monika Jagfeld, "Zuhause auf der Strasse", Ausst.-Kat.: Monika Jagfeld, St. Gallen (Hrsg.), St. Gallen 2011. ISBN 978-3-033-02886-9.