Gédéon Dubuisson
1904 – 1979
Ein Zaubergarten als poetisches Universium
"Gédéon war ein friedlicher Bauer, der alleine auf seinem kleinen Gehöft lebte, nachdem er seine Frau verloren hatte und seine Kinder alle weggezogen waren. Er pflegte seinen Gemüsegarten, aber in einer Ecke, etwas versteckt, von der Strasse her kaum sichtbar, liess er - wie er meinte - seine "Dämonen" leben. Ich konnte sie im Herbst 1979 noch fotografieren. Kurze Zeit nachher erkrankte er schwer und verstarb schliesslich im Krankenhaus, ohne seinen geliebten Zaubergarten wiederzusehen." (Alfred Bader).
"Was mir bei der ersten Begegnung mit Gédéon Dubuisson auffiel und gefiel, waren seine Bescheidenheit, seine Liebenswürdigkeit, seine Schüchternheit. Seine blauen Augen sprühten vor Schalk und Arglosigkeit. Wahrlich ein sanftmütiger Träumer - einsam - der Verlust seiner Frau bedrückte ihn immer noch. Versuchte er wohl, diese Leere durch die Erschaffung eines poetischen Universums zuhinterst in seinem Garten zu "möblieren"? Jedenfalls war er sehr stolz darüber. Für ihn war all dies - das steht ausser Zweifel - voller Bedeutungen. Erklärungen aber hatte er keine zu geben, und es war auch nicht wichtig. Man liess sich forttragen von so viel Harmonie, so viel Poesie. Was bleibt ist die Erinnerung an eine aussergewöhnliche Begegnung." (Line Bader nach ihrer ersten Begegnung mit Gédéon Dubuisson - Übersetzung aus dem Französischen: Simone Schaufelberger-Breguet). Der Zaubergarten von Gédéon Dubuisson wurde von seinen Angehörigen zerstört, als der Bauer krank im Spital lag.
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