Sandra Koller
27.12.1965 – 24.03.2021
Sandra Koller wuchs als mittlere von drei Töchtern in einem gut bürgerlichen Haushalt auf. Schon als kleines Mädchen zeigte sie sich als extrem schwieriges Kind, das sich nicht anpassen wollte und in einer ganz eigenen Welt zu leben schien, in jeder Beziehung aus geordneten Bahnen ausbrechen wollte und Eltern, Kindergärtnerin und Lehrkräfte immer wieder herausforderte. Die Zeichnungen zeigten früh schon Sandras enorm farbige, reiche aber sich völlig von allem Bekannten absetzende innere Lebenswelt.
Früh setzte sich die junge Frau mittellos ins Ausland ab. Sie verspürte eine für niemanden fassbare „Sehnsucht“ nach Indien, wo sie für längere Zeit lebte - niemand weiss wirklich wie. Sie muss gute, tiefe Erfahrungen gemacht haben, aber auch Entsetzliches erleben, und durchstehen, von dem sie nie Genaueres erzählte. Nach dem Schock einer Vergewaltigung, bei der sie von den Behörden nicht nur im Stich gelassen, sondern in entwürdigender Weise gar noch in eine Schuldrolle gedrängt und ins Gefängnis gesteckt wurde.
Nun lebt Sandra in einfachsten Verhältnissen in der Schweiz von einer kleinen IV-Rente. Aus psychischen Gründen ist die eigentlich gepflegt und attraktiv wirkende junge Frau nicht fähig, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. Ihre Zeit verbringt sie spazierend draussen in der Natur (sie liebt Pflanzen und Tiere über alles) oder am grossen Zeichenbrett zu Hause. Stundenlang malt sie mit weichen Neocolor-Stiften fein und ganz präzise die märchenhaften Figuren und mystischen Bilder, die jeweils schon als Ganzes in ihr auftauchen und während der Stunden und Tage des Malens zu einem Stück ihres Lebens werden.
Disclaimer: Wir sind bemüht unsere Einträge aktuell zu halten. Über Hinweise sind wir dankbar.
Senden Sie eine E-Mail"Seemaid" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Wachskreide auf Karton
Inventar-NR. oam_0017206
"Transporter" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Wachskreide auf Karton
Inventar-NR. oam_0017204

