Arsénio Ferraz de Melo
1962
Gewinner des Trogener Kunstpreises 2012
Der Portugiese Arsénio Ferraz de Melo lebte mit seiner Frau und zwei Söhnen in Bühler. Erst arbeitete er während Jahren in der Bäckerei Sammelplatz, danach als Produktionsmitarbeiter in der Kunststofftechnologie. Trotz Operation und anschliessender Bestrahlung blieb nach einem im Juni 2010 entdeckten Gehirntumor eine starke Behinderung zurück, sodass er im Herbst des gleichen Jahres ins Quimby Huus St. Gallen eintrat. Vier Tage pro Woche arbeitete er dort in der Holzwerkstatt; ein Tag jedoch blieb dem Zeichnen und Malen im hauseigenen Atelier vorbehalten. Menschen mit stilisierten Körperformen, winzigen Gliedern und grossen Köpfen gehören zu den wichtigsten Motiven. Auffällig sind die fantasievollen Frisuren oder Hüte vieler Frauen, die oft auch Ohrgehänge tragen. Daneben finden sich landschaftliche Motive, die ebenfalls stark stilisiert und rhythmisch durchgestaltet sind. 2012 gewinnt er den Trogener Kunstpreis.
Disclaimer: Wir sind bemüht unsere Einträge aktuell zu halten. Über Hinweise sind wir dankbar.
Senden Sie eine E-Mail
