Peter Furger
1964
Trogener Kunstpreis 2009
Eine Hirnverletzung, die Peter Furger im Alter von 28 Jahren bei einem Skiunfall erlitt, veränderte sein Leben von Grund auf. Geboren im bündnerischen Vals und ohne abgeschlossene Berufslehre, arbeitete er während zehn Jahren in der Metallbearbeitung in Lichtensteig SG. Doch plötzlich musste er auf vieles verzichten und lernen, mit einer bis dahin unbekannten Lärmempfindlichkeit und Langsamkeit umzugehen.
Im Quimby Huus St. Gallen, wo er seitdem regelmässig im Malatelier arbeitet, entdeckte er seine besondere Begabung. Dort widmet er sich vor allem dem Malen seiner Traumautos, insbesondere den mittlerweile begehrten Oldtimern, die er liebevoll als "Amerikanerschiffe" bezeichnet. Daneben finden sich in seinen Werken auch schwere Motorräder, Porträts von Musikern und andere Motive, die Liebhaber ansprechen. Seine Vorliebe für Cafés, wo er gerne etwas Feines geniesst und dabei die Umgebung beobachtet, spiegelt sich ebenfalls in seinen Bildern wider. Dabei vermitteln seine Perspektiven und Grössenverhältnisse ganz eigene Einsichten, gerade weil er es nach eigenen Worten "genau, aber nicht allzu genau" nimmt.Furgers Kaffeehaus-Bilder indessen verblüffen durch ihre Stimmung und einer Perspektive, in der sich die Raumarchitektur nach eigenen Gesetzen entwickelt.
Peter Furger erhielt den Trogener Kunstpreis 2009.
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