Benedikt Meyer
1956
Vom Designer gelernt
Er sei „halt autistisch“ wurde den Eltern von Benedikt Meyer eröffnet, als ihr Sohn im Kindergartenalter war. Seine Schulzeit verbrachte er in heilpädagogischen Institutionen, war während zwölf Jahren in einem von Anthroposophen geführten Heim und kam 1984 in die „stääg“, ein Wohnheim mit Werkstätten in Appenzell. Arbeiten in der Industriegruppe folgten solche in der Holzwerkstatt, wo er durch seine besondere Geschicklichkeit auffiel. Durch den Designer Klaus Domakowski, der nach seiner Pensionierung Bewohner der „stääg“ ehrenamtlich beim Malen anleitete, kam auch Benedikt Meyer dazu, eigenes Erleben in Bildern zu erzählen. Obwohl er weder schreiben noch lesen kann und kaum spricht, begann der damals 54-Jährige seine Erlebnisse und Erfahrungen in Bilder von erstaunlicher Klarheit und Sicherheit umzusetzen. Heute lebt Benedikt Meyer in einer Wohngruppe in Gais. Trogener Kunstpreis 2010
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