Otto Schafflützel
1950
Otto Schafflützel (geb. 1950) stammt aus dem Toggenburg und absolviert zunächst eine Ausbildung zum Werkzeugmacher. Zwischen 1973 und 1975 ist er als Schiffsmechaniker tätig und bereist im Rahmen dieser Arbeit zahlreiche Länder. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz arbeitet er als DJ in Wildhaus. Ein schwerer Unfall im Jahr 1977 verändert das Leben des damals 27-jährigen grundlegend: Seither ist Schafflützel auf einen Rollstuhl und umfassende Unterstützung angewiesen.
Von 1979 bis 2007 lebt er in der Wohngruppe Schwanden der Institution "glarnersteg", bis er 2007 in die zugehörige Tagesstätte in Hätzingen übersiedelt. Dort beginnt er sich künstlerisch zu betätigen, zunächst im Bereich der Seidenmalerei. Seine ersten Motive entnimmt er anfänglich der Natur, später orientiert er sich an Werken von Gustav Klimt (1862–1918) und Friedensreich Hundertwasser (1928–2000).
Dank der langjährigen Begleitung durch seine damalige Betreuerin Monika Künzler findet Schafflützel im Laufe der Zeit zu einer eigenständigen Bildsprache.
So werden seine Arbeiten zwischen 2001 und 2008 im Rahmen mehrerer Einzel- und Gruppenausstellungen im Kanton Glarus öffentlich gezeigt und im Jahr 2008 mit dem Trogener Kunstpreis gewürdigt. Um 2020 wendet sich Otto Schafflützel schliesslich dem Malen mit Acryl auf Leinwand zu – eine Technik, die sich der Linkshänder seitdem völlig aneignet.
Disclaimer: Wir sind bemüht unsere Einträge aktuell zu halten. Über Hinweise sind wir dankbar.
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