Leichte Sprache

Anna Wildberger wird 1918 geboren und wächst in Dörflingen SH als Tochter einer traditionellen Schmiedmeister- und Bauernfamilie auf. Sie besucht die Bäuerinnenschule Charlottenfels SH. Die anschliessende Aufgabe in einer Bauernfamilie mit einem Buben und drei schwerst herzkranken Mädchen prägt Anna Wildberger stark. Die Zuversicht und schlichte Frömmigkeit dieser Familie hinterlassen bei ihr einen tiefen Eindruck. 1940 heiratet sie Hans Wildberger und zieht zu ihm nach Neunkirch SH. Sie führen ein Transportunternehmen und einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb, den sie mit Hilfe von Landwirten bestellen. Beides gibt viel Arbeit. Vier Töchter und ein Sohn bereichern die in grosser Wertschätzung geführte Partnerschaft. Der Tod des 13 jährigen Sohnes, Hans Karl, trifft die Familie schwer. Sie und ihr Gatte nehmen dies als von Gott gegeben an. Nach dem Tod entscheiden sie sich Anna Wildberger und ihr Mann einen sozialen Beruf auszuüben. Ein Grosshaushalt mit Kindern, Schwiegermutter, Angestellten und Gästen entspricht ihrem Naturell. Das soziale Engagement für Arm und Reich führt sie schliesslich zur Eröffnung eines privaten Altersheims, welches sie und ihr Gatte über drei Jahrzehnte lang mit Freuden zusammen leiten. Heute ist das Heim zu einem Generationenhaus geworden. Rund 30 Jahre lang gibt Anna Wildberger auch Sonntagsschule. Seit 2001 lebt sie im benachbarten Städtli-Altersheim Im Winkel, Neunkirch. Erst mit 84 Jahren beginnt Anna Wildberger auf Anregung ihrer Tochter Jeannine-Johanna Bächle-Wildberger, Gerontologin, St. Gallen, zu zeichnen. Dies gibt ihr nach einer vorausgegangenen Operation und der daraus resultierenden Erschöpfung wieder neue Energie und neuen Lebensinhalt. In ihren Bildern wird sie oft zur Chronistin vergangener Zeiten; unbekümmerte Frische und Erzählfreude prägen die Arbeiten, von denen im Jahre 2003 rund 140 in einer Ausstellung im Alters- und Pflegeheim Im Winkel Neunkirch gezeigt worden sind. Die vier Jahre intensiven Zeichnens sind nun abgelöst durch ein viel gemächlicheres Tempo. Anna Wildberger, welche sich im Städtliheim wohl und gut aufgehoben fühlt, ist nun oft müde. Leben und Sterben sind ein grosses Thema. Ein Interesse an Politischem und Sozialem begleitet sie ihr Leben lang. Im Jahr 2008 stirbt sie.

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Insgesamt 2 Ausstellungen

Es war einmal. Wirklich? – Anna Wildberger (1918–2008) und Marie Oberson (1910–1996) – Museum im Lagerhaus, St. Gallen
Laufzeit: 19. Februar 2007 – 15. April 2007
Liebeserklärung ans Leben – Junges Schaffen im Alter – Museum im Lagerhaus, St. Gallen
Laufzeit: 3. September 2005 – 6. November 2005
Es war einmal. Wirklich? – Anna Wildberger (1918–2008) und Marie Oberson (1910–1996) – Museum im Lagerhaus, St. Gallen
Laufzeit: 19. Februar 2007 – 15. April 2007
Liebeserklärung ans Leben – Junges Schaffen im Alter – Museum im Lagerhaus, St. Gallen
Laufzeit: 3. September 2005 – 6. November 2005

2 Kunstwerke von Anna Wildberger

Anna Wildberger
recto  Ohne Titel
Berglandschaft (recto beschreibender Titel)
Farbstift auf Papier

verso  Ohne Titel
Äpfel und Zahlen (verso beschreibender Titel)
Farbstift auf Papier

2006
Inventar-NR. oam_0021452
Anna Wildberger
Ohne Titel
Hirte mit Tieren (Beschreibender Titel)
Farbstift auf Papier
2002
Inventar-NR. oam_0021455
Anna Wildberger
recto  Ohne Titel
Berglandschaft (recto beschreibender Titel)
Farbstift auf Papier

verso  Ohne Titel
Äpfel und Zahlen (verso beschreibender Titel)
Farbstift auf Papier

2006
Inventar-NR. oam_0021452
Anna Wildberger
Ohne Titel
Hirte mit Tieren (Beschreibender Titel)
Farbstift auf Papier
2002
Inventar-NR. oam_0021455