Jakob Morf
1922 – 2002
Als Vollwaise muss Jakob Morf bereits als Kind bei Geschwistern seines Vaters arbeiten und wird nach sechs Jahren von der Schule genommen. Später ist er an verschiedenen Orten als Knecht tätig und wäre stattdessen gern Gärtner geworden. Nach einem schweren Arbeitsunfall 1978 tritt er als ‹Pensionär und Mitarbeiter› 1980 ins Altersheim Rafz ein. Hier beginnt er zu zeichnen – solange er noch für das Heim arbeitet, vor allem nachts. In Schrift-Bild-Collagen hält er seine Wünsche und Sehnsüchte fest, darunter Schiffe und Flugzeuge, die ihn imaginär reisen lassen. Er schreibt über das Heuen und das Wetter, über die ‹Super. Königin. Elisabeth von England›, über Sportkanonen, Landarbeit, über das Tanzen. Morf bedient sich Kalenderzetteln, Reklamebroschüren oder den Sportnachrichten, die er zu ‹Eishockey-Bücher› ordnet. Seinen lang gehegten Wunsch, einen Alpenflug zu machen und das Matterhorn, den Berg der Berge zu umkreisen, kann er sich mit dem Verkauf von Bildern an einer Ausstellung im Altersheim Rafz erfüllen.
Disclaimer: Wir sind bemüht unsere Einträge aktuell zu halten. Über Hinweise sind wir dankbar.
Senden Sie eine E-MailLaufzeit: 10. November 2015 – 10. Januar 2016
Laufzeit: 6. Oktober 2015 – 6. November 2015

