Beate Stanislau
1942 – 2015
1942 in Ost-Berlin geboren und aufgewachsen beginnt die Arzttochter 1961-1963 ein Studium für bildende und angewandte Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, in Leipzig studiert sie 1979-1982 am Literatur-Institut Johannes R. Becher. Zu DDR-Zeiten werden neben einzelnen Erzählungen zwei Bücher von ihr im Mitteldeutschen Verlag Halle-Leipzig veröffentlicht: „Das Mädchen und der Alte“ (Erzählungen, 1983) und „Die Erbschaft“ (1989). Noch vor der Wende wird ihr Ausreiseantrag aus der DDR genehmigt und sie kommt 1989 nach Westdeutschland und nach einiger Zeit des Umherreisens in die Schweiz. Seit 1994 ist Beate Stanislau „wohnungslos und hier und da lebend“. Gleichwohl hat sie ein umfangreiches bildkünstlerisches wie literarisches Werk geschaffen. Ihre Arbeitsweise richtet sich vor allem nach räumlichen Möglichkeiten. So sind grossformatige Gemälde sowie bemalte Objekte entstanden, die sie in einer Wohnung in Deutschland lagern konnte. Unterwegs auf der Strasse zeichnet Beate Stanislau vorwiegend mit Filzstift auf Papier und schreibt lyrische Texte in deutscher und englischer Sprache. Sie fasst sie in farbiges Papier ein und versieht sie mit Titeln und fotokopierten Zeichnungen zu schmalen Broschüren. Ebenso fügt sie Gruppen von Zeichnungen zu einer Mappe zusammen, die sie mit Papiercollagen verziert.
Disclaimer: Wir sind bemüht unsere Einträge aktuell zu halten. Über Hinweise sind wir dankbar.
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