Gilda Müller
1992
Mystische, kleinformatige Zeichnungen
Gilda Müller, geboren 1992, reiht sich in den Reigen unterschiedlicher Positionen künstlerischen Schaffens ihrer Familie ein. Als Tochter von Manuel Müller widmet sie sich dem zeichnenden Ergründen mystischer Zwischenwelten. Ihr professioneller Hintergrund liegt in der mittelalterlichen Literatur und Philologie, doch ihre wahre Leidenschaft gilt dem Zeichnen. Studien der Altnordischen Literatur und Philologie führten sie nach Island, wo sie sich weiterhin von Mythen, Legenden und Archetypen inspirieren lässt. Diese künstlerische Ausrichtung knüpft an die Werke ihres Vaters und Grossvaters an, die ebenfalls archaische Elemente in ihren Arbeiten integrieren. Eine besondere Liebe zu alten Schriften teilt sie mit ihrer Familie, insbesondere mit ihrem Vater Manuel, der diese Leidenschaft von ihrem Grossvater Robert Müller übernommen hat. Die Tradition der Familie, alte Schriften in künstlerischen Werken zu interpretieren, wird von Gilda Müller fortgeführt. Sie betrachtet ihre künstlerische Tätigkeit als ein Erbe, das ihr nicht nur durch ihren Vater, sondern auch durch ihre Grosseltern vermittelt wurde und ihre akademische Laufbahn begleitet. Die enge Verbundenheit zu ihrer Mutter Miriam spiegelt sich in der detaillierten Präzision ihrer künstlerischen Ausführungen wider. Ein Zufall scheint es nicht zu sein, dass eine kleine Holzfigur, die Gilda als Kind im Atelier ihres Vaters schnitzte, ein ähnliches Gesicht trägt wie das Porträt, das ihr Vater Manuel von seiner Mutter als Kind gezeichnet hat.
(Quelle: Ausstellungstexte MüllerFamily 2021)
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