Silvan Gut
1955 – 1996
Silvan Gut, Sohn eines Architekten, lebte in selbstgewählter Kargheit in Zürich. Er arbeitete als Primarlehrer an lauter Verweserstellen und war später heilpädagogisch tätig - ein Einzelgänger und Eigenbrötler, versponnen in Gedanken um Sinnzusammenhänge des Lebens. Mit 41 Jahren ist Silvan Gut in den Bergen tödlich verunfallt. Er hinterliess ein schwer zu entschlüsselndes Werk, Bilder und Objekte oft in Verbindung mit vorgefundenen Bildelementen - etwa religiösen Kitschbildern -, die er allerdings verfremdete und so in verstörender Weise anordnete. Irrationale Ideengebäude mit Durchblicken in Hintergründiges, Spielfelder für Zufall und Intuition. Überdeutlichkeit und Ordnung in der Perfektion der Ausführung kontrastieren mit der verunsichernden Situation, in welcher Greifbares dennoch nicht be-greifbar ist. In seinem Outsider-Werk konnte er „Silvan Gut ein anderer“ sein, als den er sich selber in einem seiner zahlreichen Texte bezeichnet hat.
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