Marie Oberson
1910 – 1996
Marie Anne Joséphine Oberson ist am 13. Dezember 1910 auf dem Bauernhof Fontanettaz im Freiburgischen Villariaz als Tochter von Ernest Oberson und Anne Marie Alexandre Oberson geboren und am 27. Juni 1996 im Pflegeheim von Billens FR gestorben.
In Villariaz besuchte Marie Oberson die Grundschule, durchlief die Haushaltschule in Orsonnens, blieb ledig und wohnte bei ihrer Familie, wo sie den Haushalt und die Küche besorgte, bis sie im Alter von 52 Jahren das Elternhaus aus familiären Gründen verlassen musste. Zuerst wurde sie wegen gesundheitlicher Probleme hospitalisiert, wohnte dann vier Jahre lang bei einer Verwandten in Vuisternens-devant-Romont und zog dann noch mehrmals um, wobei sie jeweils das Hühnerhaus mitsamt zehn Hühnern mitzügelte. Ihre Trauer über das verlorene Elternhaus überwand sie mit Malen. Sie erinnerte sich der grossen Poya von Joseph Sudan aus dem Jahre 1852, die an der Scheunenwand des heimischen Hofs prangte, und begann, ebenfalls Alpfahrten zu malen. Aber auch religiöse Themen, Porträts legendärer Gestalten, Blumen, Tiere sowie persönliche Erinnerungen an Szenen ländlicher Arbeit. Ohne es je gelernt zu haben, malt sie in kräftiger, unverstellter Art. Ihr Charakter soll eher schwierig gewesen sein. Sie lebte zurückgezogen für sich, ohne Zeitungen und ohne Radio, und kommt ein einziges Mal bis nach Fribourg. Das Geld für ihre wenigen verkauften Bilder brachte sie den Dominikanermönchen von Bulle. Als sie mit 84 Jahren mit einem Schenkelhalsbruch in Billens hospitalisiert werden musste, blieb sie bis zu ihrem Lebensende zwei Jahre später im dortigen Pflegeheim.
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