Lotti Fellner-Wyler
1924 – 2018
Lotti Fellner kommt 1924 in Aarau als Else Lotte Wyler zur Welt. Sie ist Tochter des Kunstmalers Otto Wyler. Zwischen 1941 bis 1944 besucht sie die École des Arts Métiers in Vevey. Für zwei Jahre reist sie 1948 bis 1949 nach Israel und arbeitet dort in einem Krankenhaus, für das Militär und in verschiedenen Lagern. Kurz nach ihrer Heimkehr im Jahr 1949 heiratet sie den Psychiater Carl Fellner und wird später Mutter von zwei Söhnen. Anfangs 50er-Jahre wohnt das Paar in Nottingham, England, wo Lotti Fellner in der psychiatrischen Klinik, in der ihr Mann arbeitet, Porträts von Patient*innen malt und zeichnet. Verschiedene Reisen führen Lotti Fellner nach Griechenland, Frankreich und abermals Israel. Zusätzlich lebt die Familie zwei Jahre in New York und sechs Jahre in Madison, Wisconsin, wo Lotti als Verkäuferin arbeitet und ein Master-Studium in Malerei macht. Nach mehreren schizophrenen Zusammenbrüchen, längeren Spitalaufenthalten und schliesslich der Scheidung des Ehepaares im Jahr 1963, kehrt Lotti Fellner mit ihren Söhnen in die Schweiz zurück. In den Folgejahren malt sie weiterhin, unternimmt weitere Reisen, erleidet aber auch weitere schizophrene Schübe. In den späten Jahren ihres Lebens malt sie vor allem Aquarelle, die sie grosszügig den Besuchenden und dem Pflegepersonal im Altersheim verschenkt. Lotti Fellner stirbt 2018 in Aarau. 2022 erhält das Museum im Lagerhaus eine umfangreiche Werkgruppe aus ihrem künstlerischen Nachlass als Schenkung.
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