Wilhelm Oskar Von Borck
1901 – 1988
Ein früherer Pfleger in der Psychiatrischen Klinik Littenheid schenkt 1988 dem open art museum (ehem. Museum im Lagerhaus) 47 Zeichnungen von Wilhelm (Willi) Oskar von Borck. Es sind nahezu ausschliesslich Blumen, die er in verschiedensten reihen- oder girlandenartigen Ordnungen auf Papier zeichnet.
Willhelm Oskar von Borck ist am 5. September 1901 in Basel geboren. Die Jugendjahre hat er zuerst in Bern verbracht; später ist er in der «Erziehungsanstalt für schwachsinnige Knaben» in Regensberg ZH untergebracht. Am 23. März 1916 wird er ins «Asyl Littenheid» eingewiesen, wo er bis zu seinem Tod am 1. Januar 1988 lebt.
In seiner Krankengeschichte ist ab 1951 erstmals vom Zeichnen die Rede. Ab 1953 werden Blumenzeichnungen erwähnt. Von diesen Werken sind keine erhalten geblieben. Die Blätter aus dem Bestand des open art museum sind alle in den vier letzten Lebensjahren von Borcks entstanden. Fast jeden Tag zeichnet er mitten in der lebhaften Stube der Altenabteilung ein Bild. Das Schöpferische soll ihn innerlich beschäftigt und beglückt haben, während ihm die künstlerische Tätigkeit zugleich ein körperliches Wohlgefühl gegeben hat.
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