Emma Widmer-Gass
1914 – 24.12.2007
Emma Widmer-Gass wird 1914 als Metzgerstochter geboren und wächst in Gipf-Oberfrick AG auf. Am liebsten wäre sie Gärtnerin geworden. 15 Jahre lang wirtet sie im ehemaligen Hotel "Bad" in Flüh im solothurnischen Leimental, wo sie lange lebt. Bemalt sie zuerst das gesamte weisse Geschirr des Restaurants inmitten ihrer Gäste mit Blumen, so macht sie sich in den sechziger Jahren ans Sticken von monumentalen Bildteppichen. Von Blumenmotiven über persönliche Erinnerungen bis zu phantastischen "Ausflügen ins Universum" reichen die Themen dieser ihrer Nadelmalerei. In ihrem Schaffensdrang verwandelt sie ihre Ideen wie auch alle möglichen Fundstücke zu Bildern, Objekten und Geschichten. Auffallend ist ihr Arbeiten in thematischen Blöcken, in denen sie ein Sujet wiederholt variiert und damit erzählerische Bildfolgen schafft. Ihre eigenwilligen Kompositionen, Motivfindungen und Themen wie auch ihre wechselnde malerische Bearbeitung eines Themas zeigen Emma Widmer als Grenzgängerin zwischen Realismus, Naiver Kunst und dem Fantastischen einer Outsider-Künstlerin. Emma Widmer-Gass stirbt 2007.
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