Irène Zürcher
2.6.1941 – 15.5.2010
Irène Zürcher wird am 2. Juni 1941 in Zürich geboren. Sie erlebt eine glückliche Kindheit im Kreise ihrer Familie als jüngere von zwei Schwestern.
Trotz pränataler Schädigungen, die später zu Epilepsie führen, kann sie die Primarschule besuchen. Sie lernt Blockflöte und Klavier spielen, was sie gerne im Familien - und Verwandtenkreis vorführt.
In der Pubertät treten schwere Psychosen auf, die der unbeschwerten Zeit ein abruptes Ende setzen. Ihre Persönlichkeit verändert sich stark. Sie spricht kaum mehr und ist sehr verschlossen. Es ist ihr darum nicht möglich, einen Beruf zu erlernen. Sie bleibt weiterhin bei den Eltern, hilft im Haushalt und beschäftigt sich mit Malen und allerlei Handarbeiten.
Der Vater stirbt früh und für die kranke Mutter wird es zusehends schwieriger, mit der eigenwilligen Tochter zurechtzukommen. Darum muss Irène Zürcher im Alter von etwa 30 Jahren in die Epilepsieklinik eintreten. Es ist ein Schock für sie, die Mutter verlassen zu müssen. Sie fühlt sich unglücklich und will nicht in der Klinik bleiben. Dank verständnisvollen Therapeutinnen entdeckt sie das Malen für sich als Ausdrucksmittel. Es entstehen auch Webarbeiten und Stickereien. Sie stellt oft Menschen dar, die sich begegnen, auch Blumen, weniger Tiere. Viele Bilder entstanden im Lauf von etwa 20 Jahren.
Seit 1995 lebt Irène Zürcher in der Martin Stiftung in Erlenbach. Auch dort kann sie ihre Malarbeit fortsetzen. 1999 erleidet sie einen schweren Hirnschlag, der eine rechtsseitige Lähmung verursacht und ihr das Malen verunmöglicht. Sie stirbt am 15. Mai 2010.
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