Leichte Sprache
Foto: Josef John

‹Als Malerin Aussenseiterin›, beschreibt Elisabeth Bourquin sich selbst. Ihr Werk stehe ‹einsam, das heisst allein, im Kunstbetrieb zwischen 1945 bis 1990. Ihre Gestalten, die der Materie sich entwinden in Leid und Schmerz und tausend Mühsalen, sind Ur-Laute eines Menschen in einer Zeit von Industrielärm, von Maschinengestampfe und Tempodynamik vom Morgengrauen bis zur Abendneige.› Zwischen 1947 und 1980 entsteht ohne jede Ausbildung ein geschlossenes, vorwiegend zeichnerisches Werk mit religiösen und philosophischen, aber auch zeitkritischen Inhalten. Nach 1980 hält sie ihre Reflexionen in schriftlicher Form fest, in Tagebüchern, aber auch in mehreren, im Eigenverlag herausgegebenen Publikationen. Sie ist eine Paracelsus-Verehrerin; ihr künstlerisches Vorbild ist der Wiener Bildhauer Gustinus Ambrosi (1893–1975). Die Eltern führen in Speicher AR eine Drogerie. Elisabeth Bourquin beginnt ebenfalls eine Drogistenlehre, die sie jedoch nicht beendet, und arbeitet an verschiedenen Orten als Hilfsdrogistin. Zeitlebens bedrängen sie Schuldgefühle den Eltern gegenüber. Ihr Streben nach unerreichbaren Idealen führt 1980 zu einem völligen Zusammenbruch. Von 1985 bis zu ihrem Tod lebt sie in einem Betagtenheim in St.Gallen. Durch die Behörden – ihre Wohnung muss geräumt werden – wird der Sammler Josef John auf das Lebenswerk von Elisabeth Bourquin aufmerksam gemacht und erwirbt ihre Arbeiten.

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Literatur

Katalog:
Simone Schaufelberger-Breguet, "Elisabeth Bourquin - Gestaltete Schicksale", Ausst.-Kat.: Museum im Lagerhaus, St. Gallen (Hrsg.), St. Gallen 1990. .

Insgesamt 3 Ausstellungen

Art Brut Biennale
Laufzeit: 13. Mai 2018 – 10. Juni 2018
Zwischen Himmel und Heute – Museum im Lagerhaus, St. Gallen
Laufzeit: 12. Februar 2001 – 22. April 2001
Elisabet Bourquin (1930–1995): Gestaltete Schicksale – Museum im Lagerhaus (bis 1994 Vadianstrasse 57), St.Gallen
Laufzeit: 6. Januar 1990 – 24. Februar 1990
Art Brut Biennale
Laufzeit: 13. Mai 2018 – 10. Juni 2018
Zwischen Himmel und Heute – Museum im Lagerhaus, St. Gallen
Laufzeit: 12. Februar 2001 – 22. April 2001
Elisabet Bourquin (1930–1995): Gestaltete Schicksale – Museum im Lagerhaus (bis 1994 Vadianstrasse 57), St.Gallen
Laufzeit: 6. Januar 1990 – 24. Februar 1990

5 Kunstwerke von Elisabeth Bourquin

Elisabeth Bourquin
"Silentium! (Der Demiurg des dritten Jahrtausend)" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Bleistift auf Papier
1979
Inventar-NR. oam_0002023
Elisabeth Bourquin
"Der lächelnde Samson" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Bleistift auf Papier
1979
Inventar-NR. oam_0002022
Elisabeth Bourquin
"Der Prophet Jonas" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Bleistift auf Papier
1976
Inventar-NR. oam_0002021
Elisabeth Bourquin
"Die Jungfrau von Orléans" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Öl auf Leinwand
1947
Inventar-NR. oam_0001923
Elisabeth Bourquin
"Die Inspiration" (Überlieferter Titel)
Öl auf Leinwand
1960
Inventar-NR. oam_0002024
Elisabeth Bourquin
"Silentium! (Der Demiurg des dritten Jahrtausend)" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Bleistift auf Papier
1979
Inventar-NR. oam_0002023
Elisabeth Bourquin
"Der lächelnde Samson" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Bleistift auf Papier
1979
Inventar-NR. oam_0002022
Elisabeth Bourquin
"Der Prophet Jonas" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Bleistift auf Papier
1976
Inventar-NR. oam_0002021
Elisabeth Bourquin
"Die Jungfrau von Orléans" (Titel gemäss Aufschrift / Inschrift)
Öl auf Leinwand
1947
Inventar-NR. oam_0001923
Elisabeth Bourquin
"Die Inspiration" (Überlieferter Titel)
Öl auf Leinwand
1960
Inventar-NR. oam_0002024