Ida Buchmann
1911 – 2001
Ida Buchmann wird 1911 in Egliswil in der Schweiz geboren. Nach 1966 lebt sie in der psychiatrischen Klinik Königsfelden und wird dort von Roman Buxbaum als Künstlerin entdeckt und gefördert. Noch als Achtzigjährige ist sie periodisch künstlerisch tätig. Ihre Gemütszustände wechseln von tieftraurig bis hin zum überwertigem Selbstgefühl. Ihre Werke schafft sie diesen Stimmungshochs.
Allein aus ihrem inneren Drang sich auszudrücken schafft Ida Buchmann ihr kleines jedoch bemerkenswertes Oeuvre aus den 1980er Jahren. Kräftiger Strich und fast knallige Farben zeichnen ihre Werke aus die in grosser Geschwindigkeit entstehen. Sie arbeitet überwiegend in Anwesenheit eines Gesprächspartners – meist ihr Betreuer im Atelier der Psychiatrischen Klinik - , der Inhalt der Gespräche war auch immer Thema der entstehenden Werke. Sehr persönlich, vom Leben, ihren Wünschen und Bedürfnissen geprägt, reflektieren ihre Arbeiten auch ihre jeweilige Lebenssituation und Stimmung. Im Unwissen über traditionell ländliche, historische oder zeitgenössische Kunst, entstehen Ida Buchmanns Werke ganz aus einem inneren Ausdrucksbedürfnis und sind Zeugnisse einer sehr talentierten Frau, die auf künstlerische Kriterien keine Rücksicht nimmt und ohne Voreingenommenheit ihre Bilder schafft.
Die Inhalte weisen immer wieder auf ihr Bedürfnis nach Liebe und nach Liedern hin, denn währen des Schaffens wurde oft gesungen. Sie lässt freien Assoziationen ihren Lauf und es herrscht eine frohe Stimmung. 2001 ist Ida Buchmann 90-jährig verstorben.
Die kraftvollen, stark farbigen Figuren auf den sehr persönlichen Werken reflektieren die jeweilige Lebenssituation und entstehen in einem Stimmungshoch der Art Brut-Künstlerin.
Quelle: https://galeriegugging.com/kuenstler/buchmann-ida/
Disclaimer: Wir sind bemüht unsere Einträge aktuell zu halten. Über Hinweise sind wir dankbar.
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