Otto Gilli
1940 – 21.10.2014
Die Kunst als Geliebte
Otto Gilli hat schon als Kind viel gezeichnet. 1962/63 absolviert er die Handelsschule und besucht 1966/67 die Rudolf Steiner-Schule in Basel, wo er im Freifach Zeichnen und Malen seine Berufung entdeckt: Gilli beschliesst Künstler zu werden. Er nimmt aktiv am Kunstleben Teil und gründet 1968 den Kunstkeller Kriens mit. Er setzt sich mit Kunstgeschichte auseinander und sucht in Theorie und Praxis nach seiner eigenen Ausdrucksform. Daneben widmet sich Gilli der Bauernmalerei. Ab 1970 gibt er sein Wissen als Zeichenlehrer an der Migros Klubschule in Luzern weiter. Gleichzeitig bezieht er sein Atelier in Kriens und verfolgt seine eigene Kunstkarriere. Dann jedoch folgt mit einer schweren Depression, die ihn zeitlebens beschäftigen wird, ein Bruch. Zwar arbeitet Gilli konstant weiter, doch kann er nicht mehr an die ersten Erfolge anknüpfen.
Köpfe und Figuren
Otto Gilli schuf vorwiegend expressive Fingermalereien aber auch Zeichnungen, Acrylgemälde und Aquarelle. Mit einer Farbpalette von düster-schwarz bis grell-bunt inszenierte Gilli mit einer direkten Bildsprache sein Panoptikum des menschlichen Leids. Es entstand ein unglaublich intensives und zu grossen Teilen bedrückendes Gesamtwerk, das bevölkert ist von taumelnden, sich gegenseitig stützenden Gestalten, von schreienden und verstummten Köpfen, von Menschen in ihren dunkelsten Stunden. Gilli hat sich ihrer Schicksale angenommen, hat sie verinnerlicht und in seiner eigenen Formsprache wieder zum Ausdruck gebracht.
2015 übernahm das Museum im Lagerhaus den umfangreichen künstlerischen Nachlass von Otto Gilli.
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Senden Sie eine E-MailLaufzeit: 26. März 2017 – 9. Juli 2017
Laufzeit: 6. Oktober 2015 – 6. November 2015
Laufzeit: 30. August 2011 – 13. November 2011
Laufzeit: 28. April 2008 – 6. Juli 2008

