Max Goldinger
1908 – 1988
Ein unwiderstehlicher Schaffensdrang scheint Max Goldinger angetrieben zu haben, hinterlässt er doch unzählige Zeichnungen, Gedichte, Saiteninstrumente und andere Objekte aus Fundmaterialien. Er ist viel unterwegs, soll Journalist in Hamburg und Frankreich gewesen sein und Redakteur der kommunistischen ‹L’Humanité›. Wegen des Zweiten Weltkriegs soll er in die Schweiz zurückgekehrt sein. Nach einem Autounfall sprachlos, landet er in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen; von 1984 an lebt er im Alters- und Pflegeheim Lindenbühl in Trogen. Im Zug freundet sich Goldinger mit dem Musiker und Stickkünstler Ficht Tanner an, der ihn fortan unterstützt und 1981 eine Festschrift mit Gedichten des Outsider-Kollegen herausgibt. Vorzugsweise baut Goldinger Musikinstrumente, obwohl er weder Noten kennt noch je ein Instrument gespielt hat. Dicht gebündelt werden Holz- und Drahtreste, Blechdosen, Nägel, Schrauben, Glöckchen unter seinen Händen zu ‹Kleine Lyra›, ‹Geige›, ‹Harfe›. ‹Aussensaiter und Querulant› nennt er sich selber und ‹Aussensaiter› betitelt er auch eines seiner Saiteninstrumente.
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Senden Sie eine E-MailLaufzeit: 28. September 2018 – 6. Januar 2019
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