Hans Schärer
1927 – 1997
Flucht aus der bürgerlichen Welt
Hans Schärer kommt als Sohn einer Ärztefamilie zur Welt. Nach der Scheidung seiner Eltern lebt er mit Schwester und Mutter zusammen, bis er für eine Ausbildung nach Lausanne geht. Doch flieht er schon bald die bürgerliche Welt und zieht mit 21 Jahren nach Frankreich, wo er ohne entsprechende Ausbildung künstlerisch tätig wird. 1956 kehrt Schärer in die Schweiz zurück, heiratet und findet im luzernischen St. Niklausen in einem Chauffeurhäuschen eines Anwesens am See den idealen Lebens- und Arbeitsraum für sein vielseitiges Schaffen.
Monströse Madonnen
Ab 1965 bis Anfang der 1980er-Jahre entstehen seine «Madonnen»: stereotyp vereinfachte, halslose Frauenfiguren mit unheimlichem Stirn- oder Brustauge und bedrohlich bezahntem Mund. Der Ausdruck dieser Madonnen-Monster wird durch den groben Farbauftrag und eingearbeitete Materialien wie Steine, Wachs, Textilien zusätzlich verstärkt.
Schärer war kein Aussenseiter im klassischen Sinne, doch sind sowohl seine obsessive Arbeitsweise, seine Gleichgültigkeit gegenüber dem Markt sowie letztlich das ästhetische Resultat diesem Bereich zuzuordnen.
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