Maria Török
1907 – 2005
Maria Török wird 1907 in Budapest als Tochter eines Arztes und einer Schauspielerin geboren. Sie erhält schon mit fünfeinhalb Jahren Geigenunterricht und absolviert später das Budapester Konservatorium. Ein zweites Studium als Sängerin führt sie 1929 nach Zürich. 1937 heiratet sie den Elektroingenieur Franz Galavics (1993 +) und arbeitete bis ins hohe Alter als Konzertsängerin sowie als Geigen- und Gesangslehrerin. Mit 46 Jahren beginnt sie zu zeichnen und zu malen; einer ersten, durch den Kunsthistoriker Dr. Franz Roh vermittelten Ausstellung in der Galerie Gurlitt in München 1955 folgen weitere im In- und Ausland. 1994 zeigt das Kunsthaus Zürich eine grössere Zahl von Arbeiten. Es entstehen zunächst Bleistift- und Tuschzeichnungen und von den siebziger Jahren an die "Taotafeln", "Phänomene im Weissen Nichts" - Farbstiftbilder mit tänzerisch beschwingten, stark stilisierten Figuren. Diese Bilder kombiniert sie jeweils zu Sechser-, Achter- oder Neuner-Tafeln, diese wiederum zu ganzen Bilderwänden. Ein Augenleiden zwingt Maria Török anfangs der neunziger Jahre, ihr künstlerisches Schaffen zu beschliessen. Mit einer zweiten Ausstellung nach einer Rückschau 1997 ehrt das Museum im Lagerhaus die betagte Künstlerin und dankt ihr zugleich für ihre grossartige Schenkung: Über 150 Einzelbilder, Bildtafeln und Bilderwände hat Maria Török dem Museum übergeben.
Am 13. August 2005 stirbt Maria Galavics-Török nach kurzem Leiden in ihrem 98. Lebensjahr im Altersheim in Brugg AG, in welchem sie ihre letzten Lebensjahre verbringt.
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Laufzeit: 6. Mai 2002 – 7. Juli 2002
Laufzeit: 5. Mai 1997 – 6. Juli 1997

